2010 BIS HEUTE
2010
Die FDP beginnt im Oktober 2010 mit ihrer Grundsatzdebatte. Sie wird bis 2012 geführt. Startschuss war der Freiheitskongress in Berlin.
Auf dem 61. Bundesparteitag in Köln wird Christian Lindner mit 95,6 Prozent aller Stimmen zum neuen Generalsekretär gewählt. In Nordrhein-Westfalen erzielt die FDP bei den Landtagswahlen 6,7 Prozent mit ihrem Spitzenkandidaten Andreas Pinkwart. In der Bundesversammlung am 30. Juni wird Christian Wulff (CDU) mit den Stimmen der FDP zum neuen Bundespräsidenten gewählt.
2011
Der 62. Ordentliche Bundesparteitag wählt eine neue Parteispitze. Philipp Rösler folgte Guido Westerwelle in das Amt des Bundesvorsitzenden. Christian Lindner wurde als Generalsekretär bestätigt. Patrick Döring trat die Nachfolge von Hermann Otto Solms als Bundesschatzmeister an.Bei der vorgezogenen Bürgerschaftswahl in Hamburg errang die FDP mit Spitzenkandidatin Katja Suding 6,7 Prozent und damit ihr bestes Ergebnis seit 1974. In Baden-Württemberg erreichte die FDP 5,3 Prozent und wechselte nach 15 erfolgreichen Regierungsjahren in die Opposition. Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern verfehlte die FDP den Wiedereinzug in die Landtage, ebenso wie bei der Bürgerschaftswahl in Bremen und der Abgeordnetenhauswahl in Berlin.
Im Herbst des Jahres beteiligte die Freie Demokratische Partei als einzige im Bundestag vertretene Partei ihre Mitglieder an der Entscheidung über die Euro-Rettungspolitik im Rahmen des dritten Mitgliederentscheids ihrer Geschichte. Das notwendige Quorum für einen Mitgliederentscheid wurde dabei jedoch verfehlt, so dass das Ergebnis als Mitgliederbefragung gewertet wurde. Die Mitgliederbefragung bestätigte den vom Bundesvorstand vertretenen Kurs für eine Stabilitätsunion.
2012
Auf dem 63. Ordentlichen Bundesparteitag gab sich die Freie Demokratische Partei nach zweijähriger Debatte und dem größten Beteiligungsprozess einer Partei in Deutschland mit den „Karlsruher Freiheitsthesen“ ein neues Grundsatzprogramm. Patrick Döring wurde zum Generalsekretär gewählt — er hatte dieses Amt seit dem Rücktritt Christian Lindners im Dezember 2011 bereits kommissarisch ausgeübt und auch die Arbeiten an den Karlsruher Freiheitsthesen übernommen. Otto Fricke wurde zum neuen Schatzmeister gewählt. Bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein erreichte die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki 8,2 Prozent und wechselte nach drei erfolgreichen Jahren in die Opposition. Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen errang die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Lindner 8,6 Prozent und bei der Wahl im Saarland verpasste die FDP den Wiedereinzug in den Landtag.
2013
Auf dem 64. ordentlichen Bundesparteitag vom 3. bis 5. Mai in Nürnberg wurde Rainer Brüderle zum Spitzenkandidaten der FDP zur Bundestagswahl gekürt. Am 22. September wurde der 18. Deutsche Bundestag gewählt. Die FDP erhielt 4,8 Prozent und verpasste zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag.Der außerordentliche Bundesparteitag am 7. und 8. Dezember in Berlin wählte daraufhin eine neue Parteispitze. Christian Lindner übernimmt das Amt des Bundesvorsitzenden. Nicola Beer wurde zur Generalsekretärin und Dr. Hermann Otto Solms zum Bundesschatzmeister gewählt. Das Präsidium komplettieren als stellvertretende Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki, Uwe Barth und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann und als Beisitzer Michael Theurer, Dr. Volker Wissing und Katja Suding.
Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen erreichte die FDP mit ihren Spitzenkandidaten Dr. Stefan Birkner 9,9 Prozent und Jörg-Uwe Hahn 5,0 Prozent. Bei der Landtagswahl in Bayern verpasste die FDP den Wiedereinzug in den Landtag.