Das vereinte Deutschland: Herausforderungen für Liberale.
1989
Die in der DDR schwelende gesellschaftliche Krise bricht im Oktober zu den Feierlichkeiten ihres 40. Jahrestages offen aus. Am 9. November öffnen sich in Berlin die Grenzübergänge.
1990
Neugründungen liberaler Parteien in der DDR: Deutsche Forumpartei (DFP) und FDP der DDR, während sich die LDPD reformiert. Um die Chancen der liberalen Parteien bei den ersten freien Wahlen zu erhöhen, konstituiert sich der Bund Freier Demokraten (BFD), dem später auch die NDPD beitritt. Am 11. August in Hannover Vereinigung der Liberalen in Ost und West zur gesamtdeutschen FDP Bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen gewinnt die FDP 11,0% der Stimmen.
1991
Der FDP Vorsitzende Otto Graf Lambsdorff wird zum Präsidenten der Liberalen Internationale gewählt.
1993
Klaus Kinkel wird auf dem Bundesparteitag in Münster zum Bundesvorsitzenden gewählt.
1994
Die FDP erreicht nach einem für sie schwierigen Wahljahr bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 6,9%. Im Dezember wird Dr. Guido Westerwelle zum neuen Generalsekretär der FDP gewählt.
1995
Der Bundesparteitag in Mainz wählt Dr. Wolfgang Gerhardt zum neuen Bundesvorsitzenden der FDP. Dr. Guido Westerwelle wird als Generalsekretär bestätigt.
1996
Die FDP erzielt bei Landtagswahlen sehr gute Ergebnisse, die weit über den Prognosen liegen. In Baden-Württemberg 9,6%, in Rheinland-Pfalz 8,9% und in Schleswig-Holstein 5,7%.
1997
Der Bundesparteitag in Wiesbaden beschließt das neue Grundsatzprogramm der FDP, die „Wiesbadener Grundsätze – Für die liberale Bürgergesellschaft.“
1998
Die FDP kann sich bei der Bundestagswahl am 27. September mit 6,2% behaupten. Die CDU hat dramatische Verluste zu verzeichnen, so daß SPD und Bündnis 90/Die Grünen eine neue Bundesregierung bilden können. Die FDP nimmt nach 29 Jahren Regierungsverantwortung eine neue Aufgabe wahr: Sie wird Oppositionspartei.
2000
Nach dem unglücklichen Wahljahr 1999 meldet sich die FDP mit 7,6% in Schleswig-Holstein und 9,8% in Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll zurück. Im Leitantrag „Mehr Demokratie wagen“ des Bundesparteitags in Nürnberg wird gefordert, eine Beteiligung am politischen Willensbildungsprozeß auch über das Internet zu ermöglichen. Den neugegründeten FDP-Landesverband Net können Sie unter www.fdp-lv-net.de erreichen.
2001
Die FDP zeigt sich erneut als Partei der „Generation @“: von Januar bis August haben alle Bürger die Möglichkeit, an unserem nächsten Bundestagswahlprogramm unter der Adresse www.buergerprogramm2002.de mitzuschreiben. Auf dem Bundesparteitag vom 4.-6. Mai in Düsseldorf werden Cornelia Pieper zur Generalsekretärin und Dr. Guido Westerwelle zum Vorsitzenden gewählt.
Die FDP verabschiedet sich von den Pünktchen und gibt sich ein neues Logo. Die erste Bewährungsprobe besteht das neue Führungsduo in Hamburg: Dort gelingt den Liberalen mit 5,1 Prozent der Wiedereinzug in die Bürgerschaft. Die FDP löst mit CDU und Schill-Partei die SPD-Regierung ab. Bei den Landtagswahlen in Berlin legte die FDP nach: Mit 9,9% erzielte sie das höchste Ergebnis seit 1954.
2002
In der letzten Wahl vor der Bundestagswahl am 22. September konnten die Liberalen in Sachsen-Anhalt die vorherigen Landtagswahlen noch toppen. Mit der FDP-Spitzenkandidatin Cornelia Pieper, die sich um das Ministerpräsidentenamt bewarb, erzielt die FDP sagenhafte 13,3% und bildet zusammen mit der CDU die Regierung.
Bei der Bundestagswahl erzielt die FDP 7,4%. Trotz des guten Ergebnisses bleibt die FDP im Bundestag weiter in der Opposition. Den neuen Herausforderungen durch die veränderte Weltlage, der hohen Arbeitslosigkeit und dem Reformstau begegnet die FDP mit klaren politischen Konzepten. Darüber hinaus kann die FDP nach 2001 erneut ihre Mitgliederzahlen stark erhöhen.
2003
Die FDP nimmt ihre Verantwortung als Oppositionspartei wahr und macht sich stark für die Erneuerung des Landes und vernünftige Reformen u.a. in den Bereichen Arbeitsmarkt, Steuern und soziale Sicherungssysteme. Damit setzt sie ein klares Zeichen für Wachstum, Steuersenkungen und mehr Beschäftigung.
Auch im Jahr 2003 kann die FDP ihren positiven Trend bei den Landtagswahlen fortsetzen. In Bremen kehrt sie in die Bürgerschaft zurück, in Niedersachsen mit 8,1% sogar in die Regierung.
Die hessische FDP steigert sich deutlich auf 7,9%, geht aber trotz eines Angebots der CDU zur Regierungsbeteiligung, gemäß des Wählerauftrags in die Opposition.
2004
Das „Superwahljahr“ 2004 mit 14 Wahlen verlief für die FDP überaus erfolgreich. So konnte die FDP-Saar nach 10 Jahren Abwesenheit wieder in den Saarbrücker Landtag einziehen. In Sachsen konnte die FDP ihr Ergebnis von 1999 verfünffachen und mit 5,9 Prozent der Stimmen in den Dresdner Landtag einziehen.
Bei der Wahl zum Europäischen Parlament im Jahr 2004 erringt die FDP mit 6,1% ihr bestes Europawahlergebnis überhaupt und zog mit der Spitzenkandidatin Silvana Koch-Mehrin nach 10 Jahren Abstinenz wieder in das Brüsseler Parlament ein.
2005
Mit dem 56. Bundesparteitag in Köln stellen die Liberalen die Weichen für den erfolgreichen Ausgang der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen: Die SPD musste nach 39 Jahren in der Regierung ihren Platz räumen und läutete so auch das Ende von Rot-Grün auf Bundesebene ein. Bei der vorgezogenen Neuwahl zum 16. Deutschen Bundestag am 18. September 2005 wird Rot-Grün abgewählt. Es zeigt sich auch, dass die FDP ihre Erfolge fortschreiben kann: Mit einem Ergebnis von 9,8 Prozent der Zweitstimmen werden die Liberalen wieder zur dritten Kraft im Parlament.
2006
Aus dem Wahljahr 2006 geht die FDP gestärkt hervor. Nach zwölf Jahren ist sie erstmals wieder im Landtag in Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Dort verdoppelte sie das Stimmergebnis von 4,7 auf 9,6 Prozent. Damit ist die FDP mittlerweile in zwölf der 16 Landtage vertreten. Auch in Baden-Württemberg wurde gewählt. Bei der Abstimmung wurden die Liberalen für die gute Regierungsarbeit belohnt und gewannen 10,7 Prozent der Wählerstimmen (2001: 8,1 Prozent). Gute Nachrichten für die Liberalen kommen auch von der kommunalen Ebene. Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen konnten die Liberalen die Zahl der Mandatsträger in Kreis- und Gemeinderäten von 554 in 2001 auf 752 steigern. In Hessen wurden 662 Liberale in die Räte gewählt, 2001 waren das noch 577.
2007
In diesem Jahr steht Deutschland ganz besonders im internationalen Rampenlicht. Die Bundesrepublik stellt die EU-Ratspräsidentschaft und den Vorsitz der G8. Die Vorbereitungen zum G8-Gipfel sind der Auftakt einer kontroversen Sicherheitsdebatte unter der Regie von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Liberalen stellen sich seinen Antiterrormaßnahmen und den damit verbundenen Einschränkungen der Grundrechte entgegen, wo es geht. Ihr Motto: „Terrorismus wirksam bekämpfen – Balance zwischen Freiheit und Sicherheit wahren – Erosion des Rechtsstaats beenden.“ Zudem betritt die „Die Linke“ das politische Spektrum und plädiert für den „Systemwechsel“. Die Liberalen antworten auf ihrem Parteitag in Stuttgart und fordern: „Freiheit statt Sozialismus“.
2008
Bei den Wahlen im Jahr 2008 überzeugt die Politik der FDP immer mehr Menschen. In Hessen erzielen die Liberalen mit Jörg-Uwe Hahn an der Spitze 9,4 Prozent, in Niedersachsen kommt die FDP mit Philipp Rösler auf 8,2 Prozent der Stimmen.
Die schwerste Finanzkrise seit Jahrzehnten hat Bankenrettungspakete der Regierung zur Folge. Die Probleme öffentlicher Banken bestätigen eindrucksvoll die langjährige Forderung der FDP nach Privatisierung der Landesbanken.
In Bayern erreicht die FDP mit 8,0 Prozent das beste Ergebnis nach dem Zweiten Weltkrieg und zieht mit in die Regierung ein. Auch die Kommunalwahlen sind für die FDP erfolgreich. In Hamburg ist die FDP wieder in fünf von sieben Bezirken vertreten. In Schleswig-Holstein wird mit 9,0 Prozent das beste Ergebnis seit 1974 erreicht. Mit 8,3 Prozent in Sachsen und 7,3 Prozent in Brandenburg festigt die FDP ihre Position in den neuen Bundesländern. In Bayern wird das Ergebnis verdoppelt.
2009
In Hessen geben bei vorgezogenen Landtagswahlen sensationelle 16,2 Prozent der Wähler der FDP ihre Stimme – das beste Ergebnis seit 1954. Die FDP freut sich über den höchsten Netto-Mitgliederzuwachs seit 2001.
Diese Tendenz setzt sich fort: Im Frühjahr 2009 gewinnt die FDP so viele Mitglieder wie niemals zuvor. Konsequenterweise erzielt die FDP-Spitzenkandidatin bei den Wahlen zum Europäischen Parlament, Dr. Silvana Koch-Mehrin, ein Rekordergebnis von 11,0 Prozent.
Am 27. September 2009 erzielt die FDP bei den Bundestagswahlen 14,6 Prozent – und bildet zusammen mit der Union die Regierung. Seit Ende Oktober 2009 regiert die christlich-liberale Koalition in Deutschland. Und der Politikwechsel wird greifbar – die Weichen sind gestellt. Die neue Wirtschafts- und Finanzpolitik trägt Früchte bei den Wachstumsraten und auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung hat mit ihrer Politik der Stärkung des Mittelstandes, der Entlastung der Familien sowie der behutsamen Rückführung des schuldenfinanzierten Staatsinterventionismus ihren Beitrag dazu geleistet.