Schorn ist eine Chance für Starnberg – jetzt braucht es eine überzeugende Verkehrslösung
Die FDP begrüßt die Beschlüsse des Stadtrats vom 29. Oktober zur Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Schorn. Alle drei Beschlüsse wurden mit jeweils 20:6 Stimmen gefasst. Gemeinsam mit dem Moosaik bietet Schorn die Chance, dringend benötigte Gewerbeflächen zu schaffen, Unternehmen eine Perspektive zu geben und neue Arbeitsplätze sowie zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen nach Starnberg zu holen.
Unser Landkreis Starnberg braucht neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigung. Eine starke Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und stärkt langfristig die finanzielle Handlungsfähigkeit unserer Kommunen“, erklärt Paul Friedrich, Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Starnberg. Die FDP wird deshalb auch dem Kreistag empfehlen, der Herausnahme der betreffenden Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet „Starnberger See – Ost“ zuzustimmen. Damit unterstreicht die FDP ihre Unterstützung für die weitere Entwicklung des Standorts Schorn. „Schorn ist seit Jahrzehnten im Gespräch. Jetzt besteht die konkrete Chance, unseren Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln. Unsere Unternehmen brauchen Flächen und eine Heimat in Starnberg. Diese Chance sollten wir nutzen“, erklärt Stefan W. Zeil, Stadtrat und Co-Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Starnberg.
Entscheidend für den Erfolg des Vorhabens ist jedoch eine tragfähige Verkehrslösung. Die Belastungen etwa für Wangen, Percha und Berg müssen ernst genommen und wirksam begrenzt werden. „Wir dürfen die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Ortsteilen nicht übergehen. Schorn kann nur dann ein Erfolg werden, wenn auch die Verkehrsanbindung überzeugt und die Menschen vor Ort entlastet werden“, betont Dr. Dustin Schröder, Co-Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Starnberg. Der Stadtrat hatte die Verwaltung bereits am 21. Mai 2026 beauftragt, die Voraussetzungen für einen Vollanschluss zu prüfen. Die FDP fordert, diesen Auftrag konsequent umzusetzen und die Möglichkeiten unabhängig untersuchen zu lassen. Die vorgelegte gutachterliche Stellungnahme beantwortet insbesondere die Kostenfrage nicht; auch eine umfassende Gegenüberstellung möglicher Varianten und ihrer Auswirkungen ist erforderlich. „Wir brauchen eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Dazu gehören eine unabhängige Prüfung, eine transparente Darstellung der Kosten und ernsthafte Gespräche mit den zuständigen Stellen auf Bundesebene“, sagt Anke Henniger, Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion. Willi Boneberger, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, ergänzt: „Die Verkehrsauswirkungen enden nicht an der Stadtgrenze. Deshalb müssen auch die Interessen der Nachbarkommunen und der betroffenen Ortsteile berücksichtigt werden. Wir werden uns im Kreistag sowohl für die Entwicklung des Standorts als auch für die Belange der Menschen in der Region einsetzen.“